Innovationskonferenz 21.+ 22. März 2019
 

Eine neue Arbeitskultur zu (er)leben war Teil der Innovation zur Netzwerkentwicklung, die wir als einen offenen Prozess geführt haben. Wir gehen diesen Weg auch für die Konferenz weiter und bereiten ein interaktives Format vor, das mit spannenden Referenten abgerundet sein wird. Besucher werden zu aktiven Teilnehmern eines sich ausweitenden Netzwerks, das hier seinen offiziellen Startschuss erfährt.

Die öffentliche und kostenfreie Veranstaltung findet ganztägig an der Hochschule für Fernsehen und Film München statt, um Anmeldung wird gebeten.

 
Jana Cerno
Warum eine WARUM-Deklaration?
 

Crew Tech bewegt sich und wir freuen uns, dass die Teilnehmer*innen sich sehr autark mitbewegen und bemerken: Es wird enger - äußerlich, inhaltlich, zeitlich. Die Bewegungen eines Co-Creation Prozesses verlaufen trichterförmig; Zu Beginn noch leicht und locker, werden sie im weiteren Verlauf dichter und fokussierter. In unserem zweiten Workshop schraubten wir uns runter zum Kern von Crew Tech, zum WHY - Warum entwickeln wir dieses Netzwerk, warum nehmen Menschen Teil? Ein Erfahrungsbericht zeigte die Konsequenzen auf, wenn das “WAS wir erreichen wollen” vor der Klärung des “WARUM wir etwas erreichen wollen” steht: Wir verharren in unseren Perspektiven, aus denen heraus wir nach Lösungen suchen, ohne zu verstehen, was uns wirklich antreibt - oder eben auch nicht.

Unsere echte Motivation zu hinterfragen und zu finden, ist das Ziel der WARUM Deklaration. Klarheit über das eigene WARUM führt uns weg von Ergebnisorientiertheit hin zu Vertrauen und selbsttätigem Wirken. Denn wir sind umso überzeugender, je authentischer wir sind, je mehr wir im Einklang mit unserem WARUM stehen. Dann brauchen wir keine äußeren Treiber mehr sondern werden tatsächlich selbststätig. Und das will Crew Tech sein: Ein selbststätiges, selbstorganisiertes Netzwerk.

 
 
Jana Cerno
Einblicke in persönliche WARUMs
 

Wir wollten wissen, was unsere Teilnehmer*innen bewegt, bei Crew Tech mitzumachen, was ihnen Nachhaltigkeit bedeutet, auf was sie stolz sind. Hier einige Auszüge:

“Kreatives Denken und das Entwickeln neuer Technologien macht mir Spaß. Ich bin stolz, wenn ich Menschen damit Freude machen kann, wie z.B. beim Fotografieren.” (Marko)

“Nachhaltig zu arbeiten und zu leben, heißt für mich auch, Menschen mitzunehmen, die ohne Hilfe vielleicht scheitern würden.” (Markus)

“Mit meinen Ideen und Forderungen für mehr Nachhaltigkeit in Produktionsabläufen sorge ich für etwas Bodenhaftung in einer Branche, die gerne auch mal abhebt. Das macht mir Spaß und ist mir wichtig.” (Alex)

“Wenn inhaltliche Arbeit nachhaltig wirkt und weiter getragen wird, dann freue ich mich, denn es zeigt mir, dass sie sich lohnt.” (Ilga)

“Ich möchte Gutes auf der Welt hinterlassen und Menschen auf die Reise zu nachhaltigem Denken und Handeln mitnehmen.” (Maria)

“Crew Tech ist für mich ein Mutmacher, der Technik und Gesellschaft verbindet. Es ist wichtig, die Menschen bei der Entwicklung neuer Technologien mit einzubeziehen.” (Andreas)

“Ich beschreite gerne neue, nachhaltigere Wege und bin stolz, wenn Kollegen mitgehen. Es ist eine aktive Entscheidung, Dinge anders zu machen und ich möchte diesen Bewusstseinswandel in der Filmbranche mitgestalten.“ (Josef)

Long Drink ohne Strohhalm? Warum nicht? Verzicht auf Gewohntes ist nur eine Entscheidung und tut nicht weh! (Max)

 
 
Jana Cerno
Halbzeit – Ein Bericht über das WIE
 

Gooooong ....der Sprechende hält mitten im Satz inne, schließt die Augen und lächelt. Stille bereitet sich aus. Nach etwa einer halben Minute, der letzte Ton zittert noch nach, atmet er hörbar ein, öffnet die Augen und führt seinen Satz weiter. Und das Getöse der Welt nimmt wieder seinen Lauf. ALI hat uns erneut unterbrochen, denn er fordert: Atmen, Lächeln, Innehalten.

ALI ist ein Klangschalen-Gong und für die meisten von uns neu. Erstaunlich schnell wurde er von der heterogenen Gruppe integriert und willig folgen wir ihm alle 30 min in eine Auszeit zu uns selbst. Aber noch mehr ist neu in diesen Workshops von Crew Tech. Statt der üblichen Meetings mit Tagesordnungspunkten, Fragestellungen, Lösungen und Ergebnisprotokollen heißt es hier: Wir durchlaufen einen Co-Creation-Prozess und dieser ist vor allem eines, nämlich ergebnisoffen. Wie bitte? Ist es jetzt egal, ob und welche Resultate wir produzieren? Tatsächlich geht es erstmal nicht um Ergebnisse, sondern um die Beziehungen und das Vertrauen der Teilnehmenden zueinander. Aus uns vielen Einzelpersonen soll ein WIR entstehen, das ein gemeinsames Ziel definiert und schließlich nachhaltige, von allen mitgetragene, Lösungen dafür erarbeitet. Und daher bestimmt der Weg das Ziel und das ist eben nicht vorhersehbar, sondern steht und fällt mit den Teilnehmern.

Diese heterogene Gruppe gut miteinander zu verbinden ist Aufgabe der Prozessbegleiterinnnen Niki und Steffi. In kleinen Schritten und Aufgaben werden sie durch die vier angesetzten Workshop-Tage führen, an deren Ende ein selbsttätiges, nachhaltiges Netzwerk stehen soll. Die meisten von uns sind neugierig. „Mir gefällt, dass hier der Prozess im Mittelpunkt steht und nicht der Inhalt - in der Regel ist es andersrum“ meint Gisela und erntet zustimmendes Nicken. Aber auch Stirnrunzeln ist zu beobachten – schließlich sind wir alle darauf trainiert, ergebnisorientiert zu denken und zu arbeiten. Aber wir haben verstanden: Ein neues WIE soll uns zu einem neuen WAS führen – na fein, da haben wir ja gleich zwei Unbekannte.

Am Ende des ersten Workshop im November sind Freude und Begeisterung deutlich spürbar - endlich mal etwas anderes. Der Tag war kreativ und intensiv, wir haben unsere diversen Motivationen und Aha-Momente in deren Essenz festgehalten, die Herausforderungen und Hemmnisse erkannt, benannt und adressiert. Als kurzweilig erwiesen sich die häufigen Methodenwechsel: spielerisches Miteinander im Plenum wechselte sich mit Kleingruppenarbeiten und Präsentationen ab, zwei inspirierende Impulsvorträge lockerten den Nachmittag auf. Und am Ende des Tages haben wir Ergebnisse: Vier Themenschwerpunkte und entsprechende Arbeitsgruppen stehen fest. Geht doch.

Weihnachten und der Jahreswechsel liegen hinter uns, nach acht Wochen geht es mit dem zweiten Workshop weiter. Zwischenzeitlich haben die Arbeitsgruppen gearbeitet, zunächst angeleitet durch Niki und Steffi, später selbstorganisiert. Auch sind neue Teilnehmer hinzugekommen, die es auf Stand zu bringen gilt. Nicht einfach, denn Beziehung braucht ja Zeit. Aber wir sind locker, die Neuen sind es auch, und so kommen wir recht mühelos über „du zeigst mir deinen Schlüsselbund und ich sag’ dir wer du bist“ zusammen. Überraschend wie „entlarvend“ so ein Schlüsselbund sein kann. Der Tag steht unter dem großen Zeichen des WARUMs – was treibt uns an, was bewegt uns, warum sind wir hier? Es gilt, eine gemeinsame WARUM-Deklaration zu formulieren und das erhitzt die Gemüter. Wieder wechseln sich spielerische Momente und intensive Arbeitsphasen ab. Wir erzählen uns gegenseitig Geschichten: Wann waren wir besonders stolz darauf, uns bei Crew Tech zu engagieren? Wann waren wir im Arbeitsleben stolz darauf, nachhaltig gehandelt zu haben? Die Fülle von Geschichten verdichten wir in vier arbeitsintensiven Schritten und leiten je Kleingruppe ein Kondens ab. Am Ende des Tages sollte eine gemeinsame Warum-Deklaration feststehen, aktuell aber haben wir noch zwei. Im nächsten Workshop in 4 Wochen geht es daher an dieser Stelle weiter. Wir entspannen beim gemeinsamen Kochen und Essen, an den Geschichten aber wird weiter erzählt, für Details gab es ja nicht soviel Zeit…

 
 
Jana Cerno
Unsere Hotspots
 

Im Rahmen unseres ersten Workshops haben die Teilnehmenden vier thematische Schwerpunkte (Hotspots) definiert, die in Kleingruppen selbstverantwortlich weitergeführt werden: Förderung, Synergien, Technolgien und Kommunikation. Unsere Prozessbegleiterinnen stehen den Hotspots dabei unterstützend zur Seite. Noch vor Jahresende bieten sie ihnen jeweils ein (virtuelles) Treffen an und dazu Leitfragen, um sich dem Thema anzunähern und über weitere interessante Branchen und Menschen nachzudenken, die für das Netzwerk wertvoll sein könnten. Wer mitmachen möchte, meldet sich direkt beim Team oder unter mail@crewtech.media

 
Jana Cerno
Vom Denken kommen wir ins Tun
 

Der erste Workshop liegt hinter uns und wir blicken zurück auf einen spannenden, kurzweiligen Tag in toller Atmosphäre. Die 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten unterschiedlichste Hintergründe mit - die Nachhaltigkeitsbeauftragten von Sony Pictures und Sky waren ebenso vertreten wie Bayern Innovativ, die FFF Film Commission, P&S-Technik, die Uni Nürnberg, DOPs und die Vorstände der Kameraverbände BVK und BVFK, Vertreter von Ausbildungsbetrieben (HFF und Medienwerkstatt), Werbefachleute, Produzenten und Herstellungsleiter. Alle einte der gemeinsamen Wunsch, neue Wege zu gehen und nachhaltiger zu arbeiten. Am Ende dieser ersten Phase haben sich Gruppen mit spezifischen Themen gebildet, an denen gemeinsam weiter gearbeitet wird. Als Netzwerk möchte Crew Tech sich breit aufstellen, Neuzugänge sind daher jederzeit willkommen. In den Workshops selbst freuen wir uns insbesondere über querdenkende kleine und mittelständischen Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen mit Interesse an Nachhaltigkeit und Innovation.

 
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Jana Cerno
Zukunftsfähige Klein- und Mittelständler
 

Da der Aufbau unseres Netzwerks von der Förderinitiative „Innovationsforen Mittelstand“ unterstützt wird, stellen die klein- und mittelständischen Unternehmen auch einen Teil unserer Zielgruppe dar - aus allen Branchen. Besondere Nähe zu den Anforderungen der Filmwirtschaft sehen wir in der Eventbranche, Veranstaltungstechnik, im Messbau, in der Bauwirtschaft. Wir haben diesen KMUs noch einige Plätze reserviert, Interessenten bewerben sich bitte zeitnah unter mail@crewtech.media.

 
Jana Cerno
Transparenz ist uns wichtig
 

Crew Tech steht für Wissenstransfer über enge Branchengrenzen hinweg, für den Blick über den eigenen Tellerrand und auf das große Ganze: Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Innovation. Klar, dass auch unser Netzwerk transparent sein muss, und so zeigen wir in unserer neuen Rubrik Netzwerk, wer alles hinter Crew Tech steht. Die Kooperationen sind unterschiedlicher Art, die einen sind strategische Partner, die anderen Workshop-Teilnehmer, Medienpartner oder auch “nur” Unterstützer. Uns alle eint der Wunsch nach einem Kulturwandel in einer Branche, die einen Wandel dringend nötig hat.

 
Jana Cerno
Unser Netzwerk wächst
 

Es ist ein längerer Prozess, Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Crew Tech zu recherchieren und zu interessieren, denn die Zielgruppe ist weit gefasst: Klein-und mittelständische Unternehmen sprechen wir ebenso an wie Energieversorger, politische Institutionen, Sender, Produzenten, Filmdienstleister und Filmschaffende – dazu gilt das Kriterium der Interdisziplinarität und der Branchenoffenheit. Bis jetzt konnten wir bereits zahlreiche spannende Kontakte gewinnen und in Kürze ensteht hier eine zusätzliche Seite, die das Netzwerk offen legt. Bis dahin wünschen wir uns, dass Crew Tech sich herumspricht, sodass wir viele unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema der Nachhaltigkeit im Bereich Filmtechnologie fallen lassen können. Aktuell bräuchte Crew Tech noch einige Akteure aus Forschung und Industrie - Bei Interesse steht das Team jederzeit Rede und Antwort.

 
Jana Cerno
Umfrage für Interessierte
 

Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer bitten wir, unsere kleine Umfrage (3min.) zu bearbeiten. Wir fragen darin unter anderem Themen und Termine ab und wünschen uns am Schluss ein Zitat. Die Umfrage ist absolut unverbindlich und hilft uns nur, bessser zu planen. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!

 
Jana Cerno