Eine Branche organisiert sich

 

Crew Tech wächst und das Interesse an dem Netzwerk zur Entwicklung nachhaltiger Filmtechnolgien zeigt auf: Die Filmbranche bewegt sich, will Veränderung, will mehr Miteinander, mehr Nachhaltigkeit, mehr Innovation. Mit rund 80 Teilnehmer*innen aus verschiedenen Teilen Deutschlands, der Schweiz und Österreich, unterschiedlichen Branchen und zahlreichen Filmgewerken startete am Donnerstag, 21. März, die 2-tägige Innovationskonferenz an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Es war der erste öffentliche Auftritt dieses wachsenden Netzwerks, das hier sowohl seinen Status Quo markierte als auch einen Rückblick auf das bisher Erreichte warf. Im Rahmen des interaktiven Konzepts wechselten sich Keynotes mit Kleingruppenarbeiten ab, in Open Space-Sessions wurden ausgewählte Themen vertieft und am Freitag Nachmittag dann verwandelten sich die vielfältigen Ideen und Wünsche anhand von Design Thinking in konkrete Produkte und Dienstleistungen. Vier davon wurden im Plenum präsentiert und zeigten auf, was die Branche will und braucht, um nachhaltiger zu arbeiten: Eine Plattform für Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch, Mentoring Programme für die Aus- und Weiterbildung, eine möglichst ausschließliche Förderung von grünen Produktionen, mehr Transparenz, gute Anreize und vieles mehr. Ob die Entscheidungsträger*innen der Förderanstalten, Filmcommissions, Politik, Sender u.a. die Basis hören? Nur vereinzelte Vertreter*innnen dieser Institutionen hatten den Weg zur Konferenz gefunden, es bleibt zu hoffen, dass diese sich in Zukunft bei Crew Tech einbringen, damit gemeinsam Großes bewirkt werden kann für mehr Klimaschutz und eine nachhaltige Filmindustrie. Die Filmschaffenden jedenfalls sind sich einig: Mit einem mehrheitlichen “JA! Wir wollen nachhaltiger arbeiten”, “JA! Wir wollen unsere Branche verändern” und “JA! Wir wollen und werden daran arbeiten” endete die Innovationskonferenz von Crew Tech.

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Jana Cerno